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Regelmäßige Sicherungen aller unternehmenskritischen Daten mit SEP sesam

Regelmäßige Sicherungen aller unternehmenskritischen Daten gehören zu den wichtigsten Aufgaben jedes Netzwerk-Administrators. Linux Professionell zeigt, welche Strategien für den Einsatz in heterogenen Systemumgebungen geeignet ist.

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Autor: 

Stefan Greiner / Regelmäßige Sicherungen aller unternehmenskritischen Daten

Datum: 

25.05.2006 10:16:42






Der vollständige Verlust aller existenziell wichtigen Daten bringt Unternehmen in eine echte Notlage. Bis zu 20 Prozent der betroffenen Firmen müssen als Konsequenz daraus Insolvenz anmelden. Neben den betriebswirtschaftlichen Folgen kann ein Datenverlust auch rechtlich erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. So verlangt der Gesetzgeber den Nachweis der Änderungen an der Unternehmens-Webseite nach Inhalten und Datum. In der Rechtsprechung sind vor allem die handels-, haftungs- und steuerrechtlichen sowie betriebswirtschaftlichen Vorschriften zu nennen. Wegen des vielfältigen Bedrohungspotenzials wurden im Aktiengesetz neue Vorschriften eingefügt (KonTraG). Es besteht seitdem eine gesetzliche Verpflichtung für die Vorstände und Verwaltungsräte von Aktiengesellschaften, ein übergreifendes Risikomanagementsystem einzurichten.

Datenverfügbarkeitskonzept
Neben den wirtschaftlichen Anforderungen und rechtlichen Voraussetzungen müssen individuelle betriebliche Vorgaben bei der Realisierung einer Datenverfügbarkeitslösung betrachtet werden. Dabei sind insbesondere die Sicherheitsstandards aufgrund der Bedürfnisse des Unternehmens und der Anforderungen Dritter an das Unternehmen zu definieren. Um ein Datenverfügbarkeitsprojekt unter Berücksichtigung der jetzigen und der zukünftigen IT-Infrastruktur – je nach Planungssicherheit zwei bis vier Jahre – zu realisieren, greift man auf eine Checkliste zurück, die eine Hilfe für die Einführung einer Datenverfügbarkeitslösung liefert. Eine individuelle Beratung darüber, wie eine leicht kontrollierbare und zuverlässige Datenverfügbarkeitslösung mit den Funktionen Datentransfer, Datensicherung, Datenspeicherung, Datenrücksicherung und Datenzugriff aufzubauen ist, soll die Checkliste nicht ersetzen. Sie stellt lediglich einen Leitfaden dar, der die Realisierung erleichtert.

Wohin mit den Daten?
Im privaten und semiprofessionellen Bereich und in kleineren Firmen haben sich CDs, DVDs und USB-Festplatten als Sicherungsmedien etabliert. In größeren IT-Umgebungen sind fast ausnahmslos Magnetbänder Backup-Medium der ersten Wahl. Weit verbreitet sind Quarter-Inch- und DAT-Streamer. Sie bieten sowohl hohe Kapazität als auch Sicherheit und Zuverlässigkeit. Der Nachteil: Die Daten sind sequenziell auf dem Band abgelegt, ein punktueller Zugriff ist nicht möglich. Bei einem Restore muss der ganze Bandinhalt zurückgespielt werden. Diesen Nachteil hat die Festplatte nicht. Diese erlaubt den flotten und gezielten Zugriff auf Daten, hat riesige Kapazitäten und ist zudem preiswert. Diese Vorteile lassen immer öfter die Frage aufkommen, warum man nicht generell statt auf Band gleich auf Festplatte sichern sollte. Aus Security-Perspektive ist die Antwort klar: Für höchste Ansprüche ist die Platte das riskantere Medium. Sie können die Backup-Festplatte zwar in einem System unterbringen, das räumlich getrennt vom Fileserver steht. Allerdings bleibt die Gefährdung durch Überspannungen und andere technische Probleme. Auch Wechsel- Festplatten, sicher verwahrt im feuerfesten Tresor, beheben das grundsätzliche Sicherheitsproblem nicht. Sie sind durch ihre Technik und häufigen Transport einer geringeren Lebensdauer und einem höheren Ausfallrisiko ausgesetzt als Tapes. Aus diesem Grund schwören viele IT-Profis immer noch auf das gute alte Band. Dennoch kann es abhängig von Sicherheitsanforderungen und Budget in vielen Fällen sinnvoll sein, eine Sicherung auf Festplatte vorzunehmen. Die sicherste Backup-Strategie ist das Duplizieren der Festplatte. Hierzu können Sie mit dem Unix-Befehl dd ein physikalisches Abbild der ersten Festplatte auf eine zweite Festplatte oder ein Image auf Band übertragen. Dabei werden ab einem bestimmten Startpunkt Daten eingelesen und 1:1 in eine Zieldatei oder auf ein Zielgerät übertragen:

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