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Die ergrauten Urheberrechte und die Realität im Jahr 2007

Der Artikel befasst sich mit den Urheberrechten und der Frage, ob diese heute im Zuge des Web 2.0 noch zeitgemäß sind.

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Autor: 

Valentin Höbel / Projektleiter www.pamaxx.de

Datum: 

11.04.2007 00:47:30








Hier muss sich die Frage gestellt werden, in wiefern das Urheberrecht noch anwendbar ist. Es ist unmöglich, jede existierende Webseite auf fragwürdige Inhalte zu überprüfen und mögliche Verstöße gegen das Gesetz zu ahnden.

Steht uns also ein Umbruch der bisherigen Regeln bevor?

Es gibt durchaus Zeichen, die in diese Richtung deuten. So wollen schon bald einige Onlineshops Musik ohne jeden Kopierschutz verkaufen, dafür aber mit einem kleinen Aufpreis. Hier sind die Gründe freilich andere, schließlich geht es hier um die Kompatibilität bei den Abspielgeräten. Aber sind solche Konzepte nicht auch für große Portale anwendbar?



Man könnte sich beispielsweise darauf einigen, dass Webseiten in Zukunft uhrheberrechtlich geschützte Inhalte (durch Usereinsendungen) anbieten dürfen, dafür aber einen bestimmten Prozentsatz an die Industrien abtreten. Somit wäre jedes Unternehmen, welches solche Dienste online anbietet, gleich belastet und die Benutzer entkriminalisiert.



Weiterhin könnten dann parallel dazu das Copyright und die lokalen Gesetze adaptiert werden, des Weiteren wären dann diese Publikationsplattformen auch für die Filmstudios interessant. Wenn solche riesigen Portale eh schon eine so hohe Frequentierung aufweisen können, warum dann nicht auch auf diesem Weg ganze Filme anbieten? Der User zahlt einen Euro und kann sich dann seinen Spielfilm in herabgesetzter Qualität, aber dafür in voller Länge ansehen. Somit könnten die Videoportale als Partner der Filmindustrie agieren, hier ergäben sich dann interessante Geschäftsmöglichkeiten.



Bisher schreckt es die Benutzer noch ab, sich auf den aufwendig gestalteten Webseiten anzumelden, ihre Kontodaten einzugeben und dann die Filme anzusehen. Des Weiteren muss der Benutzer für Musik zusätzlich noch mal auf andere Angebote zurückgreifen – wer soll da denn noch eine klare Übersicht behalten?



Mit einer Reformierung der Urheberrechte hätte man die Möglichkeit, Portale wie YouTube als vollständige Publikationsplattformen zu etablieren. Hier würden die Unternehmen und die Surfer gewinnen: Man meldet sich bei einem Dienst an, bezahlt nur über diesen und bekommt auch dort schnell und umkompliziert seine Multimediadateien. So könnten sich vielleicht auch Hobbyproduzenten mit ihren Videoblogs zu Gruppen zusammen fügen und ihre Dateien ebenfalls als Abonnement anbieten.

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