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Details:
Autor: |
Valentin Höbel / Projektleiter www.pamaxx.de |
Datum: |
11.04.2007 00:47:30 |
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Urheberrechte gibt es bereits seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts, schon damals ließ sich beispielsweise Albrecht Dürer die einmaligen Rechte an seinen Werken sichern. Niemand durfte in absehbarer Zeit Kopien der Bücher anfertigen und verbreiten – es sei denn, der Verfasser erlaubte es ausdrücklich.
Im 21. Jahrhundert gibt es diese Rechte noch immer, wobei im Allgemeinen zwischen dem US-amerikanischen „Copyright“ und den jeweiligen staatenabhängigen Urheberrechten unterschieden wird. Die Idee, sich sein eigenes geistiges Eigentum sichern zu lassen, dient dabei vor allem ökonomischen Interessen.
Doch in den Zeiten des Web 2.0 und den damit verbundenen Portalen wie YouTube oder zahlreichen mit Passwörtern geschützten Zugangsbereichen stellt sich die Frage, ob sich solche Rechte überhaupt erfolgreich durchsetzen lassen. Ist das Reglement noch zeitgemäß?
Im Oktober 2006 übernahm der Suchmaschinenbetreiber Google die Videoplattform YouTube und heimste sich somit auch gleichzeitig zahlreiche Beschwerden seitens verschiedener Konzerne ein. Fragwürdige und besonders uhrheberrechtlich geschützte Inhalte sollen laut den Forderungen so schnell wie möglich von der Webseite verschwinden, schließlich bekämen die Produzenten der Videos meist keinen Cent für die dortige Veröffentlichung.
Die pure Menge an online gestellten Videos ist Kapital der übernommenen Firma und Konfliktquelle zugleich: Einerseits lebt die Webseite von den zahlreichen Einsendungen der registrierten Benutzer, andererseits sind viele der Inhalte lizenzierungspflichtig und müssen somit eigentlich von den Betreibern entfernt werden. Doch sind Projekte wie MyVideo oder YouTube noch für die Onlinegemeinschaft interessant, wenn die zahlreichen geschützten Videos verschwinden und nur noch fade Homevideos veröffentlicht werden?
Die gängige Meinung in den Diskussionsforen lautet hier nein, viel mehr gehe der Trend eh dazu über, dass besonders YouTube Teile des Fernsehens immer mehr ersetzt. Längst sind dort die aktuellen Musikvideos und viele Serienepisoden online, längst wissen dies die User und greifen via Suchfunktion gezielt auf solche Dinge zu. Dem aufmerksamen Beobachter wird dann spätestens an dieser Stelle klar: YouTube lebt größtenteils „nur noch“ von diesen Clips. Die Einnahmen und vor allem die Besucherzahlen wären sicherlich nicht dieselben, wären die eigentlich geschützten Inhalte nicht mehr verfügbar.
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