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Details:
Autor: |
Projektleiter Daniel Kurmann, Auftraggeber Pius Achermann / Preisvergleich Unterhaltungselektronik |
Datum: |
01.04.2007 10:15:13 |
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Die Hochpreisinsel Schweiz im Markt der Unterhaltungselektronik existiert nicht
Für die zu Beginn definierte Annahme einer Hochpreisinsel Schweiz im Konsumgüterbereich konnten wir im Rahmen unserer Untersuchungen des Unterhaltungselektronik-Marktes keine Belege finden. Die statistisch relevanten Kategorien Fachmärkte und Onlinehandel zeigen, dass Deutschland 3.6% beziehungsweise 3.3% günstiger ist. Diese Aussage gilt für den Endverbraucher und ist inklusive Mehrwertsteuer gerechnet. Deutsche Einzelhändler hingegen sind gemäss unserer Erhebung 2.8% teurer. Zusätzlich verdeutlicht der Unterschied von 7.6% in der Kategorie Warenhäuser, dass Deutschland hier etwas günstiger ist.
7. Exkurs Preisfindung
Im folgenden Teil möchten wir uns mit der Frage der Preisgestaltung der Anbieter beschäftigen. Gestützt auf Informationen aus den Sitzungen mit dem Beratergremium sowie aus Gesprächen mit den Fachleuten bei der Erhebung vor Ort ist das vorliegende Kapitel entstanden.
Generell kann gesagt werden, dass Fachmärkte und Warenhäuser diejenigen Kunden für sich gewinnen, welche den tiefsten Preis suchen. In den eben genannten Kategorien herrscht ein harter Preiskampf. Der Einzelhandel agiert individueller auf den einzelnen Kunden, die gesamthaft vermehrt den Fokus auf Qualität und Service legen.
Allgemein gehen wir davon aus, dass der Konkurrenzkampf auf europäischer Ebene auch die Preise in der Schweiz reduziert, da nämlich die Schweizer als auch die ausländischen Verkäufer ihre Ware unter gleichen Bedingungen bei gleichen Produktionsfirmen beziehen.
Die Erhöhung der Umsatzsteuer in Deutschland um drei Prozent per Anfang 2007 war für die vorliegende Erhebung nicht relevant. Die diskrete Anhebung der Preise setzte bereits bedeutend früher ein. Laut Aussagen des Beratergremiums begannen die Deutschen Anbieter bereits ab dem Sommer 2006 kontinuierlich eine verdeckte Preiserhöhung durchzuführen. Mittels geschickten Marketingmassnahmen konnten die Anbieter den Anstieg der Umsatzsteuer aus den Köpfen der Konsumenten verbannen. Dies ging sogar soweit, dass gewisse Firmen mit keiner Erhöhung der Preise für den Endverbraucher beim Jahreswechsel Werbung betrieben. In Wirklichkeit hatten sie mindestens einen Teil der höheren Umsatzsteuer bereits bedeutend früher auf die Konsumenten überwälzt.
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