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Details:
Autor: |
Andreas Baur / PwC-Studie: Heute schon betrogen worden? |
Datum: |
20.03.2007 11:50:02 |
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Niedrige Gewinnmargen in der Transport- und Logistikbranche erhöhen das Betrugsrisiko ebenfalls. Management und Mitarbeitende stehen unter Erfolgsdruck, definierte Umsatz- und Gewinnziele zu erreichen. Dadurch steigt die Versuchung, Bücher und Bilanzen zu fälschen. Das Vorgehen ist dabei immer das gleiche: Die rapportierten Zahlen werden manipuliert, da davon ausgegangen wird, dass in der nächsten Berichtsperiode alles wieder korrigiert werden kann. Ist dies nicht möglich, endet der erste, kleine Betrug häufig in einem
Teufelskreis: immer grössere Löcher müssen mit immer grösseren Manipulationen verdeckt werden.
Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von Betrugsrisiken
Die Einführung eines adäquaten Risiko- bzw. Kontrollsystems gehört zu den wichtigsten Massnahmen gegen Betrugsrisiken. Dessen Umfang muss primär auf die Grösse und Komplexität des Unternehmens abgestimmt sein. Auch ein regional tätiges Transport- und Logistikunternehmen sollte im eigenen Interesse dafür besorgt sein, elementare Kontrollmechanismen zu implementieren. "Die Prävention und Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität ist eine permanente Herausforderung. Die Entwicklung von geeigneten Systemen zur Verbesserung interner Kontrollen, respektive zur Verminderung von Betrugsrisiken, sollte an prominenter Stelle auf der Prioritätenliste eines Unternehmens stehen", erläutert Andreas Baur, Partner und Leiter der Branche Transport und Logistik bei PwC Schweiz.
Unternehmen müssen erkennen und akzeptieren, dass das Risiko von Wirtschaftskriminalität existiert und dass diese auch im eigenen Unternehmen vorkommen kann: Es trifft nicht immer nur die andern.
Betrug und dessen Prävention sollten in regelmässigen Abständen auf der Agenda eines jeden Verwaltungsrates und Audit Committees stehen - als üblicher Bestandteil des Risikoprüfungsprozesses. Eine offene interne Kommunikation darüber, dass Betrug unter keinen Umständen akzeptiert wird, ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Risikoeindämmung. Von grosser Bedeutung ist ferner, dass jeder einzelne Betrugsfall zwingend Konsequenzen für die Beteiligten hat und strikt geahndet wird. Wirtschaftskriminalität in irgendeiner Form darf von Unternehmen keinesfalls als Kavaliersdelikt angesehen werden.
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