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Details:
Autor: |
Andreas Baur / PwC-Studie: Heute schon betrogen worden? |
Datum: |
20.03.2007 11:50:02 |
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Jedes zweite Unternehmen im Bereich Transport und Logistik wurde in den letzten zwei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität. Dies ist die zentrale Aussage der Studie "Protect your shipment - Supporting Transportation & Logistics companies in managing fraud risks" von PricewaterhouseCoopers. Neben der Veruntreuung von Vermögenswerten zählen unter anderem auch Diebstahl, Bilanzfälschungen, Steuerbetrug sowie Industriespionage, Korruption und Bestechung zu den häufigsten Wirtschaftsdelikten im Bereich Transport und Logistik. Die Untersuchung beleuchtet mögliche Risikofaktoren und erläutert, auf welche Art und Weise man diese minimieren kann. Die an der Untersuchung beteiligten Unternehmen kommen aus 26 Ländern, unter anderem aus der Schweiz.
45 Prozent der befragten Unternehmen in der Transport- und Logistikbranche gaben an, in den letzten zwei Jahren Erfahrungen mit Betrugsfällen gemacht zu haben. Die Dunkelziffer dürfte aufgrund der schwierigen Ermittlungslage noch höher liegen. Ein Fünftel des Topmanagements in diesen Unternehmen bezeichnet die finanziellen Auswirkungen der Betrugsfälle als gravierend. Betrug bedeutet in der Regel nicht nur finanzielle Einbussen, sondern kann auch dem Ruf eines Unternehmens schaden, dessen Wettbewerbsvorteil mindern und die Mitarbeitermoral und Geschäftsbeziehungen beeinträchtigen.
Mögliche Risikofaktoren im Bereich Transport und Logistik
Ein global tätiges Transport- und Logistikunternehmen muss sich mit grossen kulturellen Unterschieden im Geschäftsleben und den verschiedensten Geschäftsmodalitäten auseinander-setzen. In gewissen Kulturkreisen liegen gute Geschäftspraktiken und betrügerische Aktionen enger beieinander als in andern. Darüber hinaus weisen Firmen in der Transport- und Logistikbranche oft dezentrale Strukturen und Geschäftsprozesse auf. Dies erschwert es, die notwendigen Kontrollen durchzusetzen.
Die Geschäftsmodelle im Sektor Transport und Logistik sind bezüglich Komplexität in vielen Fällen vergleichbar mit dem Bereich der Finanztransaktionen einer global tätigen Bank. Im Vergleich mit der Finanzbranche verfügen Transport- und Logistikunternehmen in der Regel jedoch über weniger und vor allem weniger formelle Verfahren und organisatorische Voraussetzungen, um die damit verbundenen Risiken wie Diebstahl, Bilanzfälschungen oder Steuerdelikte angemessen zu steuern.
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