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Details:
Autor: |
Charles Taite / SPAM WARS: EPISODE II zu SPAM Problem gelöst? |
Datum: |
20.02.2007 06:25:55 |
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Hintergründe der SPAM-Flut
Wie bereits erwähnt, das SPAM-Aufkommen ist in den letzten Wochen und Monaten drastisch angestiegen. Die SPAM-Versender haben gezielt Computerviren eingesetzt, um beliebig infizierte Rechner zu einem riesigen Netzwerk zusammenzufassen und diese als so genannte Botnets (steht für Robot Networks) zu missbrauchen. Stellen Sie sich einfach vor, dass Tausende PCs gleichzeitig und ununterbrochen SPAM-Mails verschicken. Schätzungen zur Folge liegt die Anzahl der infizierten Rechner sogar im hohen 6-stelligen Bereich. Tendenz steigend. Das erklärt auch warum eine relativ geringe Anzahl von „professionellen“ SPAM-Versendern die Zahl der SPAM-Mails in ungeahnte Höhen schraubt.
SPAM 2.0
Botnets sind nicht mehr wegzudenken, denn für die SPAM-Versender sind Botnets eine Wunderwaffe. Eine günstige Lösung, die dafür aber höchsteffektiv ist. Und der Kampf gegen die Botnets scheint zudem aussichtslos. Für jeden Botnet-PC, der entdeckt, gesäubert oder auf eine „Schwarze Liste“ (Blacklist) gesetzt wird, werden 2 neue PCs infiziert und von Spammern Zweck entfremdet. Ein Kampf gegen Windmühlen. Wir müssen wohl akzeptieren, dass die Botnets und die damit einhergehende SPAM-Flut ein Problem sind, mit dem wir leben müssen. Wir befinden uns inmitten des zweiten Teils der SPAM-Geschichte: SPAM 2.0.
Fakt ist, dass die aktuellen bzw. traditionellen Anti-SPAM-Lösungen - bleiben wir bei der Symbolik und nennen die bisherigen Lösungen einfach Anti-SPAM 1.0 - dieser neuen Herausforderung nicht gewachsen sind. Anti-SPAM 1.0 basiert in den meisten Fällen auf ein sich automatisch aktualisierendes Regelwerk, ein mehr oder weniger – in den meisten Fällen weniger – selbstlernendes System, das die PCs effektiv vor SPAM schützen soll. Diese Methode ist durchaus erfolgreich, wirkt aber leider nicht mehr bei einem derart hohen SPAM-Aufkommen, wie wir es zurzeit erleben.
Ein einfaches Beispiel macht es deutlich: Nehmen wir an, dass ein einzelner Spammer bisher in der Lage war 2 Millionen SPAM-Nachrichten pro Tag zu versenden. Ab einem Durchsatz von 83.000 SPAM-Nachrichten pro Stunde (das ist ungefähr das stündliche Aufkommen, um 2. Mio. SPAMs pro Tag versenden zu können) gelangen die ersten SPAM-Mails in die Mailboxen der Benutzer. 4 Stunden und mehr als 300.000 SPAMs später landet die versendete SPAM-Nachrichten schließlich auf der Schwarzen Liste. Verfügt die eingesetzte Anti-SPAM-Lösung über ein automatisiertes Regel-Update, ist das Problem relativ kurzfristig gelöst. Auf diese Weise gelangen vielleicht ein 1 oder 2 SPAM-Nachrichten in die Empfänger-Mailbox. Der Rest wird dank Regel-Update identifiziert.
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