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Details:
Autor: |
Norbert Jakobi / Zukunft mit Wind, Sonne und Wasserstoff |
Datum: |
03.02.2007 20:11:46 |
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Ungeheure Energieverschwendung
Steigt der Energiebedarf im Tagesverlauf, wird dieser durch Mittel- und Spitzenlastkraftwerke ausgeglichen. Spitzenlastkraftwerke stellen schnell verfügbare Energie über fossile Energieträger (Öl und Gas) oder Wasserkraft (Pumpspeicherwerk) bereit, die sie in kürzester Zeit ins Netz einspeisen können. Die Regelleistung muss zum Bedarfszeitpunkt vorhanden sein und stellt einen enormen Kostenfaktor dar. Dagegen können zig MW Grundlast (aus Atom-, Kohle- oder wenn vorhanden Windkraft) zu bestimmten Zeiten mit wenig Abnehmern keinen Cent kosten, da sie nur zu dem Zeitpunkt verfügbar aber nicht speicherbar und damit wertlos ist. Das Ausmaß an Verschwendung kostbarer Energie ist so riesig, dass der Stand-by-Verbrauch nur Peanuts darstellt. Energieeffizienz ist nicht ein Problem der Verbraucher, sondern der Energieerzeuger. Auch Regelleistung kann durch Wind und Sonne nicht zuverlässig bereitgestellt werden!
Massive Leerlaufkosten
Ein weiteres Problem von alternativ erzeugter Energie besteht darin, dass zu bestimmten Zeiten, wenn sie reichlich vorhanden ist, konventionelle Kraftwerke heruntergefahren oder abgeschaltet werden müssen – dramatisch verstärkt durch das Einspeisegesetz, um bei Mangel an alternativ erzeugter Energie diese wieder ans Netz zu schalten. Die dabei entstehenden Leerlaufverluste konventioneller Kraftwerke werden uns als Verbraucher natürlich in Rechnung gestellt. Und jeder der behauptet, dass durch immer mehr alternative Energieerzeuger das Problem gelöst würde, täuscht sich gewaltig. Denn diese zentrale Netzsteuerung ist auf verlässliche Energie ursächlich angewiesen. Ein Beispiel: Inversionswetterlage, die im Winter immer mal entsteht. Nebel, keine Sonne, kein Wind den ganzen Tag lang: Wo soll die benötigte Energie in so einem Moment herkommen, wenn die gesamte Energieversorgung auf alternative Energien umgestellt ist?
Koppelung Regenerative Energie – Wasserstoff
Dazu hat man an der Universität Oldenburg ein Projekt mit dem Namen “HyWindBalance” ins Leben gerufen. Man versucht ein Wind-Wasserstoff-System zu entwickeln, das die Überschüsse an Windenergie chemisch in Wasserstoff speichert, um bei Bedarf an Regelenergie diese wieder ins Netz einzuspeisen. Der Nutzen ist rein finanzieller Art, da Regelenergie die kostspieligste Form an Energie in einem zentral gesteuerten Netz ist. Ca. 65 Prozent der eingesetzten Energie werden verschwendet und an die Umwelt abgegeben, um 35 Prozent wieder einzuspeisen. Eine zweite favorisierte Lösung ist, überschüssige Energie über Kompressoren als komprimierte Luft in unterirdische Hohlräume zu pressen, um bei Bedarf an Regelleistung diese Energie wieder in Form von Strom in das Netz einzuspeisen – mit Verlusten, wie bereits erwähnt.
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