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Zukunft mit Wind, Sonne und Wasserstoff, Dinge die uns alle etwas angehen

Zukunft mit Wind, Sonne und Wasserstoff

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Autor: 

Norbert Jakobi / Zukunft mit Wind, Sonne und Wasserstoff

Datum: 

03.02.2007 20:11:46






Methanhydrat
Methanhydrat (Methanklathrat, Methaneis) besteht aus Methan, das in gefrorenes Wasser eingelagert ist, wobei die Wassermoleküle das Methan vollständig umschließen. Man spricht daher auch von einer Einlagerungsverbindung (Klathrat). Erstmals wurde Methanhydrat 1971 im Schwarzen Meer entdeckt. Methanhydrat bildet sich am Boden von Meeren bzw. tiefen Seen, wo der Druck hoch und die Temperatur niedrig genug ist. Bei niedrigerem Druck ist Methanhydrat instabil und zersetzt sich zu Wasser und freiem Methan, das theoretisch analog zum ähnlich zusammengesetzten Erdgas genutzt werden könnte. Die größten Vorkommen von Methanhydrat wurden an den Hängen der Kontinentalschelfe ausgemacht.

Bei geschätzten zwölf Billionen Tonnen Methanhydrat ist dort mehr als doppelt so viel Kohlenstoff gebunden wie in allen Erdöl-, Erdgas- und Kohlevorräten der Welt. Wegen der Instabilität gestaltet sich der Abbau der Methanhydratfelder jedoch schwierig und ist momentan noch Spekulation.

Die Verbrennung von Methanhydrat setzt etwa gleich viel CO2-Emissionen frei wie die von Erdgas, so dass diese ebenfalls zur Globalen Erwärmung beiträgt, allerdings in geringerem Maß als Kohle oder Erdöl. Weiterhin ist Methan selbst ein starkes Treibhausgas, das weitaus effektiver ist als CO2 (siehe GWP). Beim Abbau müssten also hohe Ansprüche an die Vermeidung von Leckagen und anderen Methanfreisetzungen gestellt werden.

Die Ausbeutung der Methanhydratvorkommen an Kontinentalschelfen erfordert weiterhin umfangreiche Untersuchungen bezüglich der Hangstabilität. So können Hangrutsche an Kontinantalschelfen durch ihre Größe von mehreren hundert Kilometern zu Tsunamis führen.


Regenerative Energiequellen

Erneuerbare Energie
Erneuerbare Energiequellen tragen ihren Namen, weil sie im Gegensatz zu den - begrenzt vorhandenen - fossilen Energieträgern ständig direkt (Sonnenlicht) oder indirekt (Wind, Wasserkraft, Wellen, Biomasse) von der Sonne nachgeliefert oder aus anderen, nichtfossilen Quellen (Geothermie:radioaktiver Zerfall im Erdinneren, Gezeitenkraftwerke:Bewegung von Mond und Erde) gespeist werden. Sie gehen daher quasi nie zur Neige. Die regenerativen Energiequellen sind, außer der Windenergie, derzeit noch nicht völlig konkurrenzfähig zu etablierten Energiequellen und sind deshalb, wie auch die Kernenergie zuvor, auf Subventionen angewiesen um den Einsatz attraktiv zu machen und die Weiterentwicklung zu forcieren. Noch herrscht allerdings ein deutliches Ungleichgewicht zu Gunsten der Kernenergie bezüglich der von der Allgemeinheit erbrachten Unterstützungsleistungen.

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