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Details:
Autor: |
Norbert Jakobi / Zukunft mit Wind, Sonne und Wasserstoff |
Datum: |
03.02.2007 20:11:46 |
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Erdgas
Erdgas entstand zusammen mit dem Erdöl, es ist der unter normalen Temperaturbedingungen gasförmige Anteil des Umwandlungsprozesses. Erdgas besteht vorwiegend aus Methan (CH4). Typische Verunreinigungen sind Schwefel-Verbindungen, Schwefelwasserstoff und Stickstoff-Verbindungen. Erdgas wird zur Stromerzeugung mit Gasturbinen, zum Heizen und seit einiger Zeit auch als PKW-Treibstoff (CNG) verwendet. Erdgas ist außerdem Ausgangsstoff für Synthesegas, das in der chemischen Industrie Verwendung findet (Produktion von Acetylen, Methanol, Wasserstoff und Ammoniak).
Erdgas enthält im Vergleich zu Kohle und Erdöl erheblich weniger Verunreinigungen (z.B. Schwefelverbindungen), setzt daher bei der Verbrennung weniger Schadstoffe frei und ist somit ein vergleichsweise umweltfreundlicher fossiler Energieträger.
Erdgas enthält zudem - chemisch gesehen - einen höheren Wasserstoffanteil als Kohle oder Erdöl und setzt daher bei gleichem Energieertrag weniger Treibhausgas CO2 frei. Allerdings ist unverbranntes Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas, selbst ein sehr effektives Treibhausgas (siehe GWP). Erdgas aus Leckagen fördert also ebenfalls den Treibhauseffekt.
Erdgas wird heute zur Stromerzeugung hauptsächlich in Gasturbinen- oder GuD-Kraftwerken (Gas- und Dampfkraftwerken) eingesetzt. Diese Kraftwerke erreichen einen sehr hohen Wirkungsgrad von 55–60% und können im Gegensatz zu Kohle- oder Kernkraftwerken bei Bedarf sehr kurzfristig Strom liefern, sind also spitzenlasttauglich und können gut zum Ausgleich von Lastschwankungen, Kraftwerksausfällen oder Leistungsschwankungen, z.B. von Windenergieanlagen, eingesetzt werden.
Erdgas ist als fossiler Energieträger nur in begrenztem Umfang vorhanden, außerdem muss Erdgas zum großen Teil importiert werden, macht deshalb also importabhängig.
Bisher ungenutzte fossile Energiequellen
Die bisher ungenutzten fossilen Energiequellen sind bisher nicht (oder nicht wirtschaftlich) zu gewinnen, und können erst bei wesentlich höheren Energiepreisen wirtschaftlich werden.
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