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Details:
Autor: |
Andreas List und Martin Stepanek / Jahresrückblick 06: Brennende Notebooks und fliegende Handymasten |
Datum: |
03.01.2007 10:00:06 |
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Eine wahre Achterbahnfahrt war das abgelaufene Jahr für den Softwareriesen Microsoft. "Kein Unternehmen steht über dem Gesetz", meinte EU-Kommissarin Neelie Kroes und verdonnerte den Konzern im Juli zu 280 Mio. Euro Bußgeld wegen nicht erfüllter Auflagen im jahrelangen Kartellstreit. Währenddessen zeigte sich Microsoft fleißig und läutete mit einer Reihe von Applikationsupdates ein wahres Software-Feuerwerk ein. Neben dem neuen Betriebssystem Vista, dass nach mehreren Verschiebungen schließlich Ende November zumindest für Geschäftskunden erschien, konnten die Redmonder erstmals nach fünf Jahren mit einer neuen Browserversion des Internet Explorers aufwarten. Aber auch die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. So beglückten sowohl Mozilla als auch Opera ihre Anwender mit überarbeiteten Produktversionen und neuen Funktionalitäten wie Anti-Phishing-Filter und überarbeitetem RSS- und Tabbed-Browsing.
An der Sicherheitsfront machten zunächst einmal weniger die Schädlinge selbst als der Hickhack zwischen den US-Security-Marktführern Symantec und McAfee mit Microsoft und dessen neuem Sicherheitspaket OneCare Schlagzeilen. Ungeachtet der anhaltend akuten Bedrohungsszenarien durch phishende Trojaner und Spyware verkündete Kaspersky Lab im Mai das Ende des klassischen Virenzeitalters. Als neueste Trends sehen die Sicherheitsexperten das Auftreten von Trojanern auf Mobiltelefonen und in Online-Games. Zudem häufen sich in Unternehmen die Vorfälle von gezielten internen Attacken durch eingeweihte Mitarbeiter.
Brennende Notebooks aufgrund von überhitzten Akkus bereiteten Sony im Sommer erheblich Ärger. Im August startete zuerst Dell und danach Apple mit einer Rückholaktion für Notebookakkus. Wie sich herausstellte, stammten die Energiespender aus dem Hause Sony. Nach und nach zogen weitere Notebookhersteller ebenfalls Konsequenzen. Insgesamt mussten die Firmen weltweit mittlerweile über acht Mio. Akkus aus tragbaren Computern ersetzen. Die Probleme seien laut Sony darauf zurückzuführen, dass in seltenen Fällen mikroskopisch kleine Metallpartikel in den Batteriezellen mit anderen Teilen der Batterie in Kontakt treten könnten. Dadurch könnte ein Kurzschluss in der Zelle entstehen und das Energiepaket im schlimmsten Fall in Flammen aufgehen.
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