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Details:
Autor: |
Andreas List und Martin Stepanek / Jahresrückblick 06: Brennende Notebooks und fliegende Handymasten |
Datum: |
03.01.2007 10:00:06 |
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Zwei Erfindungen erregten im abgelaufenen Jahr besonderes Aufsehen. Die Ankündigung des Schweizer Unternehmers Kamal Alavi, mit einer einzigen fliegenden Handyantenne die gesamte Schweiz abdecken zu können, überraschte die Branche im Juni. Ein 60 Meter langes Luftschiff sollte die X-Station in 21.000 Metern in der Luft halten und neben Mobilfunk auch digitales Radio und TV zur Erde senden.
Ende November behauptete der indischer Student Sainul Abideen eine Druck-Technologie entwickelt zu haben, mit der theoretisch hunderte Gigabyte an Daten auf einem einzigen Blatt Papier gespeichert werden können. Abideen vertraut bei seiner Druck-/Scanlösung auf die grafische Abbildung von Daten in komplexen geometrischen Formen und Farbabstufungen. Das Speichern eines 45-Sekunden-Video auf einem fünf mal fünf Zentimeter kleinen Papier konnte Kritiker bisher aber nicht überzeugen, dass die behaupteten hunderten Gigabyte über diese Vorgangsweise erreicht werden können.
Die Festplatte feierte 2006 ihren 50. Geburtstag. Am 13. September 1956 stellte IBM das erste Plattenspeichersystem der Welt vor, die IBM 305. Das Monstrum brachte ein Gewicht von einer Tonne auf die Waage und war so groß wie ein Kühlschrank. Seitdem hat sich natürlich einiges getan. Abgesehen davon, dass die Harddisks kleiner und von der Kapazität her leistungsstärker wurden, begann Seagate Anfang des Jahres mit der Auslieferung von Notebookfestplatten mit der neuen Perpendicular Recording Technologie. Durch eine höhere Datendichte, die durch die senkrechte Anordnung der Datenbits erreicht wird, steigert die Technologie die Speicherkapazität um das bis zu Zehnfache. Gleichzeitig wird die Leistung verbessert. Gesteigerte Performance erwartet sich die Computerbranche auch von Hybrid-Festplatten. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus herkömmlicher Harddisk und Flash-Modulen. Letztere ermöglichen eine raschere Zugriffszeit auf häufig benötigte Daten, zudem sollen die Bootzeit und die Startzeit von Applikationen erheblich verkürzt werden. Langfristig sollen Flash-Speicherelemente die Festplatte vollständig vom Computer verdrängen.
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