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Details:
Autor: |
Martin Stepanek / "Microsofts Antiviren-Lösung ist ganz schwach" |
Datum: |
18.12.2006 16:28:29 |
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Kaspersky: Derzeit lukrieren wir 25 Prozent unseres Geschäftes über OEM-Partner, rund 30 Prozent über private Endanwender und 45 Prozent über den KMU-Bereich. Im OEM-Bereich, der zwar wenig Markenbewusstsein in der Öffentlichkeit schafft, aber dafür sehr lukrativ ist, werden wir in Zukunft sicherlich nicht mehr so stark wachsen können, da unsere Marktposition bereits jetzt sehr gut ist. Unser Hauptfokus für 2007 liegt neben den privaten Endanwendern daher sicherlich im KMU-Bereich, wo wir mit neuen Produkten und Services weiter zulegen wollen.
pressetext: Hat der Markteintritt von Microsoft mit seiner eigenen Antivirenlösung Onecare bisher Auswirkungen auf Ihr Geschäft gezeigt?
Kaspersky: Um ehrlich zu sein, überhaupt keine. Was Microsoft und das Thema Sicherheit betrifft, müssen wir zwei Dinge trennen. Zum einen hat Microsoft bei Vista und anderen Windows-Applikationen verstärkt in die Sicherheit investiert und auch einige interessante Technologien implementiert, die Verbesserungen bringen. Die eigene Antiviren-Lösung hingegen ist derzeit aber noch ganz schwach. Da müssen sie noch sehr viel daran arbeiten.
pressetext: Die Gefahr, dass Microsoft durch seine Vormachtstellung dem Markt seine Lösung aufzwingen will, sehen Sie also nicht als gegeben?
Kaspersky: Natürlich könnte Microsoft versuchen, die eigene Lösung über XP oder Vista prominent vorzuschlagen und so verstärkt an die Kunden bringen. Ein Markt mit nur einer oder ganz wenigen Lösungen kann angesichts der enormen kriminellen Bedrohungen aus dem Internet aber kein Ziel sein. Das wäre viel zu gefährlich und kann und darf nicht passieren.
pressetext: Welche mittelfristigen Ziele verfolgen Sie bezüglich Ihrer Marktposition?
Kaspersky: Im KMU-Bereich wollen wir unter den drei größten Unternehmen sein und was den OEM-Bereich betrifft, ist Platz eins ein ganz realistisches Ziel.
pressetext: Gibt es Pläne, auch in gänzlich neue Regionen abseits Europa und der USA vorzudringen?
Kaspersky: Asien - und hier vor allem Japan und China - ist unser nächstes großes Ziel. Das ist ein ganz interessanter und wichtiger Markt, nicht zuletzt aufgrund der vielen Menschen. Gleichzeitig ist es aber auch ein enorm schwieriger Markt. Die Preisgestaltung ist sehr unübersichtlich und folgt einem anderen Prinzip als in Europa oder den USA. Der angesetzte Preis für Produkte und Leistungen ist in China exorbitant hoch, da Rabatte von 90 bis 95 Prozent an der Tagesordnung sind. Das macht die interne Planung aber sehr schwierig. Ohne persönliche Verbindungen hat man zudem keine Chance auf Geschäfte.
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