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Details:
Autor: |
Organisator Dr. Pacal Sieber / “Managing Complexity” – Antworten aus Switzerland |
Datum: |
02.12.2006 09:33:41 |
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Dem eher unauffälligen Dirigenten der Veranstaltung gebührt wohl das größte Lob! Gemeint ist Dr. Pascal Sieber. Er widerstand ohne Ausnahme
der Verführung, unkritisches Eigenlob über die eigene Firma und ihre Leistungen zu äußern. Vielen Veranstaltern ist diese Gabe bei Gott nicht
gegeben. Fast möchte man Sieber unterstellen, dass er vor allem selbst ei diesem Panel etwas lernen und mit nach Hause nehmen wollte – das
Publikum hat er lediglich gegen Entgelt an der Verfolgung seiner eigenen Interessen teilnehmen lassen.
Der Mann wagt aber auch was: Als Moderator stellt er Fragen, die er selbst als „kompromittierend“ tituliert. Schließlich traut er sich die These „wahrer“ Wirtschaftszyklen zu vertreten: Darf man ihm glauben, dann braucht es zwar am Anfang jedes Innovations-Zyklus „Research“, dafür braucht es danach „Räuberhäuptlinge“ und irgendwann nur noch „Buchhalter“ ... Ganz wichtig: Alle Vortragenden wirkten mit Bedacht gewählt. Vor allem: Es waren keine Dienstleister, sondern erfahrene Praktiker mit ihren Casestudies, die unbeschwert vom sonst üblichen vertrieblichem Blabla vorgetragen wurden. Die Vortragenden trafen stets den Kern der Thematik – gerade weil nicht unentwegt einfache Lösungen für komplexe Fragen in Aussicht gestellt wurden. Zudem waren sie unterhaltsam – was nie schadet.
Um Ossi Urchs nicht zu vergessen: Mit ihm hat Pascal Sieber nicht nur einen klugen und erfahren Moderator und Fachmann aus Deutschland, sondern auch einen Farbtupfer mit ins Rennen gebracht. Als Deutscher konnte Ossi Urchs zudem als „Betroffener“ solche Fragen stellen und beantworten, die wichtige Unterschiede von Schweiz und Deutschland betrafen.
Das letzte Wort gebührt den zusammenfassenden Karikaturen von „Pfuschi“ alias Heinz Pfister nach jedem Vortag: Die Idee muss man überhaupt erst einmal haben! Kompliment. Und wie von selbst schließt sich damit ein Kreis: Die durchaus vorhandene Komplexität eines solchen
Abends wird durch das Stilmittel der Karikatur wesentlich besser bewältigt. Ergo: In jedes komplexe Projekt gehört ein Karikaturist.
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