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Managing Complexity – Antworten aus Switzerland

“Managing Complexity” – Antworten aus Switzerland. Die Bulldock Oskar Verleihung.

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Autor: 

Organisator Dr. Pacal Sieber / “Managing Complexity” – Antworten aus Switzerland

Datum: 

02.12.2006 09:33:41






Weiter geht es mit Komplexität als subjektive Wahrnehmung bis hin zur Relevanz von Qualifikation und Motivation. Speziell in komplexen virtuellen Welten sei Vertrauen ein wichtiges Bindeglied, um Wissen auszutauschen: Es gelte auch beim Wissensaustausch die schuldrechtliche Regel „do ut des“ (ich gebe, um zu nehmen). Wer Wissen gibt, will dafür durchaus noch mehr zurück. Einlösung von „Wissenskrediten“ wird das dann zutreffend benannt. Man gibt zudem nur dem, dem man vertraut. Der Geber vergleiche auch unentwegt: „Wieviel Wissen habe ich gegeben. Wieviel Wissen bekomme ich zurück?“ Es folgt eine Art „Wissensbilanzierung“. Schon wird es komplex.
Abgerundet wird die Abschlussdiskussion mit nach wie vor unlösbaren Fragen rund um Politik und Staat. Im Fokus steht EGovernment. Eine der Thesen: „Warum nicht von Chinesen lernen und einfach kopieren?“ Die Frage kommt nicht von ungefähr: Über 2500 Gemeinden in der Schweiz arbeiten kaum kooperativ – vielmehr will jede ihre individuelle Lösung. Das hat auch zu „IT-Massengräbern“ bei der öffentlichen Hand geführt.
Die süffisante Frage, wann neue IT-Tools tatsächlich notwendig und wann nur „sadistische EDV-Schikane“ sind, durfte sich am Ende jeder selbst beantworten. Ergo: Die Effizienz technischer Tools ist abhängig von der Effizienz der Menschen die sie planen und betreiben.


5. Fast nur Männer Publikum
Wer die Gästeliste genauer studiert, stößt auf Geschäftsführer, Inhaber oder leitende Angestellte der Schweizer Wirtschaft. Allerdings: Fast nur Männer. So darf man als Deutscher ein wenig darüber schmunzeln, wenn ausgerechnet dieses Alpha-Männerrudel von Pascal Sieber schweizerisch korrekt ausschließlich im weiblichen Plural als „ManagerInnen“ angesprochen wird. Ebenfalls ein wenig amüsant erscheint der Umstand, dass kein Mann im Publikum die erste Frage an die Speaker des Podiums stellen will. Alle warten darauf, dass eine Frau diesen potenziell blamablen Job erledigt. Nach einigem Warten wird das Eis tatsächlich von einer Frau gebrochen. Nun ziehen die Männer mit ihren Fragen hinterher. Wer möchte da schon glauben, dass Schweizer Frauen erst vor wenigen Jahrzehnten das Wahlrecht erhalten haben?

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