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Details:
Autor: |
Dr. Josef Herget / Studie über Suchmaschinen auf Websites |
Datum: |
30.11.2006 19:04:27 |
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Gründe können eine Unzufriedenheit mit den auf der Website angebotenen Suchmöglichkeiten, aber auch eine Gewöhnung an das allgemeinere System sein. Der Anbieter der Information verliert in diesem Szenario sowohl die Kontrolle über die Kommunikation mit dem Suchenden, als auch über die Vollständigkeit und Aktualität des Informationsangebots.
Die Studie strebt keine Rangliste an, noch werden Awards vergeben. Neben dem Wunsch einer Anonymisierung der Resultate gibt es auch fundamentale, wissenschaftliche Gründe, welche ein solches Ranking verbieten. So lässt sich zeigen, dass absolute Leistungswerte aus Retrievaltests, wie sie im Rahmen dieser Studie durchgeführt wurden, relativ grosser Differenzen bedürfen, bis ein statistisch signifikanter Unterschied belegt wird. Der Vergleich von aggregierten Werten und die Klassierung in Leistungsklassen sind hingegen weit stabiler.
1.4. Das Retrievalproblem
Suchfunktionen von Unternehmens-Websites müssen Aufgaben übernehmen, die zu einer klassischen Datenbanksuche fundamental verschieden sind. Datenbanken dienen zur dauerhaften Ablage wichtiger Daten, auf welche unter Nutzung der wohldefinierten Struktur der Ablage wieder zugegriffen werden kann. Dabei kann im Wesentlichen unter Verwendung von Bedingungen gesucht werden: alle Datensätze, welche die Bedingung erfüllen, werden weiterverarbeitet.
Unternehmens-Websites werden von Nutzern konsultiert, welche grundlegend andere Informationsbedürfnisse haben. Die Nutzer suchen auf ihnen „fremden“, unstrukturierten Daten.
Die Interpretation der Daten, welche aufgefunden werden, mithin also die Information, welche der Nutzer erhält, differiert von Nutzer zu Nutzer, da sie von Hintergrundwissen, Anwendungszweck und persönlichen Präferenzen subjektiv beeinflusst ist. Der wohl grundlegendste
Unterschied ist, dass der Nutzer sich üblicherweise noch nicht schlüssig ist, was überhaupt zu suchen ist: das Informationsbedürfnis ist vage, und reflektiert die Tatsache, dass der Nutzer sich erst mit dem Informationsangebot auseinandersetzen muss, bevor er in der Lage ist, eine gute Formulierung für sein Problem zu finden.
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