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Studie über Suchmaschinen auf Websites - Wer sucht, findet oft nicht!

Studie über Suchmaschinen auf Websites - Wer sucht, findet oft nicht! Evaluation der Suchfunktion von Schweizer Unternehmens-Websites von Martin Braschler, Josef Herget, Joachim Pfister, Peter Schäuble, Markus Steinbach, Jürg Stuker

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Autor: 

Dr. Josef Herget / Studie über Suchmaschinen auf Websites

Datum: 

30.11.2006 19:04:27






Wenn man beispielsweise eine Textpassage in einem wichtigen Dokument in die Zwischenablage kopiert und anschliessend in das Suchfeld einfügt, dann sollte das Dokument gefunden werden. Ein leeres Resultat ist nicht akzeptabel. Das Dokument sollte auch gefunden werden, wenn die Textpassage aus einer alten Version stammt, in der leicht andere Formulierungen (z.B. Plural anstatt Singular) verwendet werden.
Bei der Ausdrucksstärke der Abfragesprache fällt die grosse Streuung auf (Werte zwischen 0.00 und 0.92). Die schlechtesten Systeme unterstützen keine Operatoren, so dass in besonderen Fällen das Informationsbedürfnis nicht adäquat ausgedrückt werden kann. Beispiele: Tel AND NOT "Tel Aviv".
Die Beurteilung der Metadaten fiel ernüchternd aus und zeigt, dass die Produktion der Online-Inhalte in vielen Fällen noch nicht durchgängig ist. Erstaunlich ist, dass in einigen Fällen nicht einmal ein korrektes Datum angegeben wird. In vielen Fällen fehlt die Angabe, zu welcher Teilkollektion ein gefundenes Dokument gehört, was dann im Suchprozess das explizite Ein- und Ausschliessen von Teilkollektionen erschwert.

Im Folgenden wird die Anfrageausführung anhand einiger Beispiele erläutert:

�� Der Hauptsatz aus dem Leitbild wie beispielsweise "Die Unternehmung XY ist die führende Anbieterin von XY-Produkten mit einer internationalen Ausrichtung" sollte nicht zu einem leeren Resultat führen.
�� Die bei XY für die Kommunikation verantwortliche Person möchte mit der Anfrage "gegen XY" herausfinden, ob auf der Web Site etwas Nachteiliges über ihre Organisation XY publiziert wird. Dies ist nur möglich, wenn in Phrasen auch Stoppwörter berücksichtigt werden. Stoppworte, wie beispielsweise "gegen" werden bei der Erschliessung häufig ignoriert, weil sie wenig Informationsgehalt haben. Hingegen als Bestandteil von Phrasen können Stoppwörter durchaus wichtig sein.
�� Wenn auf einer Website Kühlschränke angeboten werden und ein Kaufinteressent nach Kühlschrank sucht, weil er nur einen Kühlschrank sucht, dann sollte er das Angebot trotzdem finden. Besonders bei deutschsprachigen Websites ist es wichtig, dass die die Suchapplikationen auch Flexionen (deklinierte und konjugierte Wortformen) berücksichtigt.

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