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Studie über Suchmaschinen auf Websites - Wer sucht, findet oft nicht!

Studie über Suchmaschinen auf Websites - Wer sucht, findet oft nicht! Evaluation der Suchfunktion von Schweizer Unternehmens-Websites von Martin Braschler, Josef Herget, Joachim Pfister, Peter Schäuble, Markus Steinbach, Jürg Stuker

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Autor: 

Dr. Josef Herget / Studie über Suchmaschinen auf Websites

Datum: 

30.11.2006 19:04:27






Jegliche Resultate zu einer Suchanfrage müssen daher unter Berücksichtigung dieser Unschärfe zwischen dem Informationsbedürfnis und seiner Formulierung errechnet werden. Da die Suche auf Daten erfolgt, die nicht hinsichtlich der Informationsbedürfnisse der Nutzer vorstrukturiert sind, muss die Formulierung des Informationsbedürfnisses mit verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten der gesuchten Information (z.B. verschiedene Umschreibungen des gleichen Sachverhalts) verglichen werden. Die Subjektivität der Wahrnehmung der gefundenen Information in Hinsicht auf das Informationsbedürfnis (wegen Hintergrundwissen,
Präferenzen etc.) führt schliesslich dazu, dass es kein „einzig korrektes“ Suchresultat gibt.
Man spricht in der Literatur vom „Retrievalproblem“: „Das Auffinden von möglichst viel relevanter Information bei gleichzeitigem Minimieren der ebenfalls gelieferten irrelevanten Information“ (Van Rijsbergen, 1979).

1.5. Relevanz
Wie angedeutet, hängt die Beurteilung der Relevanz einer Information (z.B. eines Dokuments) hinsichtlich eines Informationsbedürfnisses von vielen Faktoren ab:

�� Vor-/Hintergrundwissen
�� Reihenfolge des Auffindens
�� Wandelnde Informationsbedürfnisse
�� Persönliche Präferenzen
�� Vollständigkeit der Antwort

Dies erschwert eine absolute Bewertung von Suchresultaten in wissenschaftlich, objektiven Sinn. Zur Bewertung der Effektivität von Retrievalsystemen hat sich das sogenannte Cranfield-Paradigma durchgesetzt (Cleverdon, 1967). Dabei wird grossen Wert auf den Vergleich zwischen Systemen gelegt. Die Erkenntnisse aus der Evaluation sind allgemein desto aussagekräftiger, desto mehr Systeme in die Evaluation einbezogen worden sind (siehe auch Voorhees, 2002). Die vorliegende Studie versucht diesem Umstand insofern Rechnung zu tragen, als dass 56 verschiedene Websites evaluiert wurden. Dies, gekoppelt mit einer grossen Anzahl Einzeltests zu den einzelnen untersuchten Kriterien, erlaubt es, zuverlässige Aussagen, insbesondere hinsichtlich der typischen Performance von Site-Suchen, zu machen.

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