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Details:
Autor: |
Philipp Schaumann / Business Ethik |
Datum: |
25.11.2006 19:12:44 |
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Der wohl wichtigste Aspekt ist die Vorbildwirkung des Managements. Diese setzt immer die Regeln, auch wenn sie nicht schriftlich fixiert sind. Aber auch die Ziel-Vorgaben und die Bonus Pläne der Mitarbeiter machen Vorgaben, die stark beeinflussen, welche Werte als am wichtigsten angesehen werden. Dazu gehören auch Belohnungen, Bestrafungen, Aufstieg, Nicht-Aufstieg, Sonntagsreden des Managements, Verhalten des Managements und sehr wohl auch Gerüchte über das Verhalten des Managements.
Weil jede Firma, ob sie will oder nicht, ein Ethikprogramm hat, ist es besser für die Unternehmenskultur, wenn das Unternehmen ein bewusstes Programm entwickelt. In vielen Unternehmen läuft so etwas auch unter dem Namen "Code of Ethics".
Vorgehensweise für ein Ethikprogramm
Folgende Schritte haben sich zur Erarbeitung eines Codes of Ethics bewährt:
Der erste Schritt sollte eine Ist-Aufnahme im Unternehmen sein:
Wie sehen die Mitarbeiter das Unternehmen und sein Verhalten gegenüber Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern?
Wie sehen die Mitarbeiter ihre Vorgesetzten und Kollegen?
Wie zufrieden sind die Mitarbeiter?
Wie läuft die Kommunikation im Unternehmen ab?
Haben die Mitarbeiter das Gefühl, dass sie sich in das Unternehmen einbringen können, dass ihre Stimme gehört wird?
Wie nehmen die Mitarbeiter den Unternehmensstil wahr?
Wie sehen die Mitarbeiter ihre eigenen Lebensziele / Werte in Bezug auf die Ziele und Werte des Unternehmens?
Der nächste Schritt ist die Zieldefinition:
Wie sollte die Unternehmenskultur aussehen?
Welche Werte sollte das Unternehmen sich auf die Fahnen schreiben?
Welches Verhalten sollte im Unternehmen gefördert werden, welches sollte weniger oft zu finden sein?
Für die Erarbeitung dieser Business Ethik sollte ein Ethik-Komitee eingesetzt werden. Es sollte nicht (nur) aus den Vertretern des Managements bestehen, sondern alle Mitarbeiter sollten dabei repräsentiert sein. Aufgabe ist die Erarbeitung des Textes. Wichtig ist dabei vor allem die Kommunikation der Arbeit und der Zwischenergebnisse. Dieser Rückkopplungsdialog zwischen dem Ethik-Komitee und der Mitarbeiterschaft ist ein ganz wichtiger Aspekt der späteren Umsetzung im Unternehmen. Nur durch das Partizipieren bei der Entwicklung kann später eine Akzeptanz im Unternehmen erreicht werden.
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