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e-Government im Kanton Basel-Stadt: Statusbericht 2006

e-Government im Kanton Basel-Stadt: Statusbericht 2006

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Autor: 

Dr. Robert Heuss, Juri Weiss, Javier Bargas-Avila / e-Government im Kanton Basel-Stadt: Statusbericht 2006

Datum: 

14.10.2006 11:25:35


1.2.2 Beteiligte Stellen
In schematischen Darstellungen der Beziehung werden die Kategorien von Beteiligten, nämlich
- die Bevölkerung
- die Unternehmen und
- die Verwaltungen selbst bzw. untereinander
gleichwertig betrachtet. Diese Sicht mag zwar aus dem Blickwinkel der Technik durchaus Sinn machen. Allerdings geht dabei vergessen, dass aus kommunikativer Sicht gerade hier ganz wesentliche Unterscheide bestehen: Beim Kontakt zwischen Verwaltungen stehen die optimierte Wiederverwendung bereits vorhandener Informationen, das Vereinfachen von Abläufen, die Definition von Schnittstellen und Anforderungen an die Basis-Infrastruktur usw. im Vordergrund.
Beim Kontakt mit Unternehmen hat es die Verwaltung hingegen vermehrt mit professionellen Partnern zu tun, während bei der Bevölkerung schliesslich grundsätzlich kein Spezialwissen über die Verwaltungsabläufe usw. vorausgesetzt werden kann. Am zuletzt genannten Punkt hat der Aktionsplan von 2002 angesetzt.
Die Arbeiten der e-Gov-Fachstelle konzentrierten sich vor allem auf die Beziehung Verwaltung - Bevölkerung, während die Beziehung Verwaltung - Verwaltung vor allem als ein informationslogistisches Problem betrachtet werden muss. Die Beziehung Verwaltung – Unternehmen liegt in dieser kundenorientierten Betrachtung zwischen den beiden ersten (und die Federführung liegt regelmässig bei der zuständigen Dienststelle, während aus informationslogistischer Sicht darauf zu achten ist, dass „das Rad nicht von Fall zu Fall neu erfunden werden muss“).


1.2.3 Interaktions- und Entwicklungsstufen
Auch die bisher unterschiedenen Stufen
- Information
- Kommunikatikon
- Transaktion
- Integration und Transformation
haben sich für das Entwicklungsmodell bewährt. Im Laufe der Entwicklung von e-Government hat sich aber auch gezeigt, dass die Schwergewichte je nach Partner der Verwaltung unterschiedlich zu legen sind: Während der Bevölkerung im Moment vor allem mit einem guten Informationsangebot bereits weitgehend gedient ist, stellt die durchgängige elektronische Unterstützung von Prozessen, die beim Erstellen staatlicher Leistungen durchlaufen werden, hohe Integrationsanforderungen in Bezug auf den Geschäftsverkehr mit anderen Verwaltungen, aber auch innerhalb von Basel-Stadt. Im Rahmen des Aktionsplans I galt es in erster Linie, das bereits bestehende Informationsangebot auch online zugänglich zu machen. Dabei stand das rasche, bedarfsgerechte, d.h. an feststellbaren Wünschen der Bevölkerung ausgerichtete, und kostenoptimierte Bereitstellen solcher Angebote im Vordergrund.

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