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e-Government im Kanton Basel-Stadt: Statusbericht 2006

e-Government im Kanton Basel-Stadt: Statusbericht 2006

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Autor: 

Dr. Robert Heuss, Juri Weiss, Javier Bargas-Avila / e-Government im Kanton Basel-Stadt: Statusbericht 2006

Datum: 

14.10.2006 11:25:35


2.1.6 Vergleich mit anderen Untersuchungen
Die Berner Fachhochschule hat 2006 zum dritten Mal in ihrem Trendbarometer gesamtschweizerisch u.a. nach den gewünschten online-Gechäften gefragt. Zur Auswahl standen allerdings nur elf Geschäfte (Basel-Stadt: 38), dafür umso "gewichtigere". Die Resultate kommen aber weitgehend zu den gleichen Erkenntnissen.

2.1.7 Schlussfolgerungen
Die Wünsche der Kundschaft sind mittlerweile recht zuverlässig abgeklärt, sowohl durch eigene Bedürfnisabklärungen als auch Studien von Dritten. Ebenso weiss man mittlerweile einiges über die damit verbunden Hoffnungen und Befürchtungen der Kundschaft. Ziemlich unklar ist hingegen noch immer, wie sich diese drei Faktoren gegenseitig beeinflussen, ist doch das Verhalten teilweise auch widersprüchlich bzw. nicht immer durch rationale Überlegungen bestimmt. Dies zeigt sich am Beispiel des e-Voting wohl am besten: Das elektronische Abstimmen steht regelmässig ganz oben auf der Wunschliste. Damit verbunden sind aus Bürgersicht aber ebenso regelmässig grosse Bedenken bezüglich der Sicherheit und des Datenschutzes (obwohl erwiesen ist, dass das elektronische Verfahren dem brieflichen in allen Sicherheitsbelangen klar überlegen ist). Demgegenüber versprechen sich die Wähler/-innen durch das elektronische Abstimmen Komfort und Zeitgewinn. Dies obwohl mit heutigen Mitteln das schriftliche Verfahren (jedenfalls wie es in unserem Kanton praktiziert wird) in Bezug auf Einfachheit und Schnelligkeit nicht zu überbieten ist. Aus diesen Überlegungen folgt:
- Informationsangebote zuerst: Die beste Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage besteht bei der Aufbereitung von Informationen (insbesondere Datenbanken wie z.B. Gesetzessammlung, Staatskalender oder Abfallkalender).
- Einfache, alltägliche Transaktionsangebote als nächster Schritt: Immer dort, wo möglichst keine heiklen Daten übermittelt werden müssen (und demzufolge auch keine komplizierten Sicherheitsmechanismen nötig sind), ist die Bereitschaft zur Nutzung am höchsten.

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