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Details:
Autor: |
claudia klemp |
Datum: |
25.09.2006 15:04:03 |
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Schulen und Universitäten in Deutschland noch zurückhaltend
Ein wichtiger Internet-Trend, der sich hierzulande nun schon seit über einem Jahr stabilisiert hat, ist Podcasting. „Das klingt schick und neu. Ist auch ganz einfach. Denn bei Podcasting geht es um etwas, das wir alle längst kennen: um Audiodateien und wie man sie ausstrahlt. Um es kurz zu sagen: Die Audiodateien sind im MP3-Format abgespeichert, daher leicht kopierbar und überallhin mitzunehmen. Und ihre Ausstrahlung erfolgt übers Internet. Jetzt wissen wir auch, woher der Name kommt: Pod wie iPod und Casting wie Broadcasting, also Ausstrahlen“, erklärt Bernd Röthlingshöfer vom Bonner Fachdienst WerbePraxis http://www.werbepraxis-aktuell.de. Auch Unternehmen erkennen den Nutzen von Podcasting-Angeboten. Schon bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im vergangenen Jahr produzierte BMW einen Podcast in Deutsch und Englisch, der Interviews und interessante Themen der Veranstaltungen beinhaltete. Dadurch sollte Autobegeisterten, die nicht die Möglichkeit hatten, die IAA zu besuchen, ein Eindruck vom Messegeschehen und den Entwicklungen von BMW geliefert werden http://bmwpodcast.twoday.net.
Der Münchener Marketingberater Alexander Wunschel produzierte gleich mehrere Podcasts, um auf seine Beratungsdienste aufmerksam zu machen. „Er ist mittlerweile ein profilierter Podcast-Experte und berät zahlreiche Unternehmen bei dem Einsatz dieses Mediums. In wöchentlichen Folgen berichtet er in Interviews und Reportagen aus der Marketingwelt, besucht Kongresse, befragt Anwender und stellt Neuigkeiten für die Marketingwelt zusammen http://www.pimpmybrain.de“, so Röthlingshöfer. Werbung, Marketing und PR seien aber nicht die einzigen Anwendungsfelder. Viele der von Siemens produzierten Audiobeiträge wendeten sich an Nachwuchskräfte, geben Tipps zur Bewerbung, Einblick in die Berufe des Münchner Konzerns und Hinweise zur späteren Karriere im Unternehmen.
Die deutsche Anwaltsauskunft stellt in ihrem Podcast „Das Urteil der Woche“ vor: „Ein ideales Medium, um unterhaltsam juristische Themen aufzubereiten, das sich dann als Audiodatei für unterwegs nutzen lässt“, so Röthlingshöfer. Man könne dabei erfahren, dass unter gewissen Umständen auch Hunde Unterhaltsansprüche geltend machen können http://www.vorabs.eu/loudblog/. Bei der Münchener Unternehmensberatung Roland Berger habe man ebenfalls einen Podcast gestartet, allerdings nur für interne Zwecke. Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.com/de/ sieht besonders in der beruflichen Weiterbildung von Informatikfachkräften sinnvolle Einsatzfelder: „Hier kann Podcasting sehr kostengünstig wie ein Business-Hörbuch produziert werden und selbst komplexe Sachverhalte in verständlicher und didaktisch durchdachter Form transportieren. Das ist ein ideales Instrument für die Personalentwicklung als Ergänzung der klassischen Schulungsangebote“, weiß Nadolski. Besonders Mitarbeiter, die sehr viel im Außendienst unterwegs seien, könnten sich im Intranet wichtige Informationen herunterladen, um sich unterwegs im Auto oder während der Bahnfahrt neues Wissen anzueignen. „Podcasts sind schnell produziert und brauchen erheblich weniger Vorlaufzeit als die traditionellen Kommunikationsmittel“, sagt Nadolski.
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