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Online-Shops: Abschied von der Massenkultur

Personalisierung und Individualisierung im Kundenservice immer wichtiger

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Autor: 

claudia klemp

Datum: 

22.08.2006 11:56:01


"Personalisierte Web-Portale erleben ihre Renaissance." Das meldet der Fachdienst Internethandel http://www.internethandel.de in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach verabschieden sich immer mehr Unternehmen mit Onlineangeboten vom klassischen "One fits all"-Konzept und stimmen ihr Onlineangebot auf Kundenwünsche und unterschiedliche Nutzervorlieben ab. Personalisierung und Individualisierung stehen auf der Tagesordnung. "Unternehmen, die personalisierte Webangebote umsetzen, erarbeiten sich in puncto Service für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner einen erheblichen Vorsprung", schreibt Bernfried Howe, Experte für Personalisierung bei RedDot Solutions http://www.reddot.de .

Leider, so Howe, seien viele Webseiten heute aber noch immer statisch und könnten daher kaum auf individuelle Nutzergewohnheiten eingestellt werden. Wie im Kaufhaus gebe es Regale, also Angebote, aus denen ausgewählt werden könnte, aber keine Möglichkeit, nur die Produkte zu sehen, die man aufgrund vorheriger Käufe interessant finden könnte. Selbst im Onlineshop würden die Suchwege damit sehr lang. "Das Internet hat die Regeln für Konzerne und Gesellschaft verändert. Eine Massenkultur ist heute nicht mehr so leicht auszumachen", berichtet die Welt http://www.welt.de . Individuelle Angebote, Nischenmärkte und außergewöhnlicher Service finden demnach auch im Internet ihre Abnehmer. "Wer schöne Anekdoten über den Pfälzer Wein lesen möchte, wird genauso fündig wie der Freund von schrammeligen Mudhoney-Liedern", so die Welt.

Nach Auffassung von Zukunftsforscher Matthias Horx http://www.horx.com sollten Unternehmen die Anforderungen an ein Produkt stärker berücksichtigen: Erlebnis, Convenience, neuer Luxus und Design müssten stimmen. Was kein Unterscheidungsmerkmal biete, werde zerrieben. Für Handel und Produktion bergen solche Produkte Fehlinvestitionen von jährlich zehn Mrd. Euro, so das Ergebnis einer Studie des Markenverbandes, der Gesellschaft für Konsumforschung und der Agentur Serviceplan. "Rund 70 Prozent der neu eingeführten Produkte für das tägliche Leben floppen", kommentiert das Handelsblatt http://www.handelsblatt.de die Studienergebnisse. Eine wirkliche Erfolgschance hätten lediglich Produkte mit einem hohen Innovationsgrad. Auch für Online-Shops liegt darin die Pflicht zum Umdenken: "Ein personalisiertes, dynamisches Webangebot ermöglicht es, Informationen anhand von Profilen individuell auszugeben", erläutert Howe im Internethandel. So könnte man der Fragmentierung der Konsumentenwünsche gerecht werden. Große E-Commerce-Anbieter wie Amazon http://www.amazon.de nutzen diese Möglichkeiten teilweise schon und weisen beim Kauf eines Buches beispielsweise auf verwandte oder interessengleiche Titel hin. "Mit einem einfachen, überschaubaren Empfehlungssystem winkt nicht nur zusätzlicher Umsatz, sondern auch höhere Kundenzufriedenheit."

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