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Details:
Autor: |
Der Sarbanes-Oxley Act als Instrument der Corporate Governance / Björn Menden, Anne Bernzen, Markus Triebswetter, Rolf Kralisch, Stephan Schilling, Melanie Metz |
Datum: |
17.08.2006 16:19:50 |
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Die Erwartung, dass europäische Gesetzgeber ggf. ein analoges Instrument der Corporate Governance etablieren werden, ist nach wie vor ungebrochen hoch. Lediglich 24% der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass dies nicht geschehen wird. Dass die in nicht unerheblichem Umfang durch den Sarbanes-Oxley Act angeheizte Diskussion um Corporate Governance zu weiteren Überlegungen und Maßnahmen von rechtlicher Seite führen wird, ist nichtsdestotrotz unzweifelhaft.
Die andauernde Diskussion um den Deutschen Corporate Governance Kodex und das Maß der Verbindlichkeit der darin verankerten Richtlinien ist hier nur ein Beispiel.
Interessant ist, dass 76% der Unternehmen die Umsetzung eine mit dem Sarbanes-Oxley Act vergleichbaren Regelung in Europa befürworten. Maßgeblich ist hier natürlich die Erwartung, dass dies – wenn es geschieht – innerhalb der EU aber auch mit den USA harmonisiert (43%) bzw. im Vergleich mit den USA reduziert sein sollte (33%). Eine verständliche und sinnvolle Erwartung, wenn man an den Aufwand denkt, der durch solche Regelungen induziert werden kann sowie an die laufenden Kosten des Nachhaltens unterschiedlicher Standards, die letztlich ein funktionales Äquivalent darstellen würden. Ein Blick auf die teilweise drei Rechnungslegungsstandards, die sich in manchen deutschen Unternehmen finden lassen, mag hier einen Vorgeschmack geben.
4.5 Ein (Zwischen-) Fazit
Die Ergebnisse der Studie zeigen ein Bild, das sicherlich nicht überraschend ist. Der Sarbanes-Oxley Act ist der Versuch, die Corporate Governance durch die Etablierung eines einheitlichen und damit in seinen Umsetzungsergebnissen vergleichbaren Standard zu verbessern. Corporate Governance aber ist ein weites Feld, wie die anfänglich geführte Diskussion zeigt. Der Act selbst fokussiert auf diesem Feld auf das Interne Kontrollsystem und hier wiederum auf den Bereich der für eine korrekte Finanzberichterstattung relevanten Fragestellungen.
Eine Verbesserung der Corporate Governance mag durch den Act erreicht werden, ob der Umfang dieser Verbesserung dem ursprünglich Erwarteten entspricht, bleibt offen und wird sich erst mit der Zeit zeigen. Die Umsetzung des Sarbanes-Oxley Act bzw. der Act selbst hat einen maßgeblichen Beitrag zur Corporate Governance geleistet, den die Studienergebnisse nur indirekt wiedergeben. Er hat die Diskussion um „gute“ Corporate Governance angeheizt und geholfen, diese auf eine neue Ebene zu führen.
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