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Details:
Autor: |
Der Sarbanes-Oxley Act als Instrument der Corporate Governance / Björn Menden, Anne Bernzen, Markus Triebswetter, Rolf Kralisch, Stephan Schilling, Melanie Metz |
Datum: |
17.08.2006 16:19:50 |
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Dies gilt, obwohl die über rechnungslegungsnahe Bereiche hinausgehende Beratung bei der Umsetzung eines unternehmensweiten Themas eher zu deren Kernkompetenzen zählt. Die großen Vier bauen in den klassichen Beratungskompetenzen zwar aus, in den Projekten fi ndet sich aber oftmals nach wie vor eine Ungleichgewicht zu Gunsten prüfungsnaher Kompetenzen, das der Umsetzungsaufgabe nicht gerecht wird.
Im deutschsprachigen Raum könnte man sogar eher von den großen Drei sprechen. Deloitte ist hier im Vergleich eher unterrepräsentiert. Die meisten der Prüfungsmandate liegen bei den drei größeren Prüfungsgesellschaften.
Dieses Bild setzt sich bei der Beratung zur Implementierung fort. Es zeichnet sich ein Bild, in dem eine der Gesellschaften einen Mandanten prüft und bei den Mandaten, bei denen die Prüfung bei einer anderen Gesellschaft liegt, die Beratung übernimmt. Dass bei einem derartigen Oligopol die Kostensituation nicht zu Gunsten des Mandanten ausgeht, ist eine These, die nahe liegt, wenn es nur zwei – mit gutem Willen drei – Wettbewerber gibt.
Die in der Studie befragten Unternehmen sehen den Aufwand für Prüfung und Beratung durchaus kritisch und haben klar einen Abbau der Beratungsleistung auf der Agenda. Mit einer einzigen Ausnahme hatten alle der befragten Unternehmen neben ihrem Abschlussprüfer noch mindestens eine weitere Prüfungsgesellschaft für Beratungszwecke oder als Ausgleich für fehlende interne Ressourcen an Bord. Insgesamt betrug der Anteil von Wirtschaftsprüfern und Beratern bzw. beratenden Wirtschaftsprüfern an den Gesamtkosten durchschnittlich rund 42%, wobei die Antworten mit Prozentsätzen von 15% bis 70% sehr weit streuen.
Der Ausblick der Unternehmen bezüglich der Abschlussprüfungskosten ergibt kein einheitliches Bild. Während ein Drittel der befragten Unternehmen mit einem Anstieg zwischen 30 und 70% rechnet, erwarten ebenso viele eine maximale Steigerung von 15%. Relativ einig ist man sich darin, dass die Abschlussprüfergebühren von ihrer derzeitigen Höhe mittelfristig wieder sinken werden. Aus Kreisen der Wirtschaftsprüfer selbst erhält man die Aussage, dass deutsche Unternehmen, die den Regelungen des Sarbanes-Oxley Act entsprechen müssen, mit einer Steigerung der Abschlussprüfungskosten von bis zu 40% rechnen müssen. Es mag sein, dass dies eine unbedachte Äußerung war. Inwieweit eine derartige Aussage eine ernsthafte und umsetzbare Erwartung bzw. Umsatzplanung der großen Wirtschaftsprüfer war oder ist, bleibt abzuwarten. Auch bleibt abzuwarten, inwieweit die Standardisierungs-und Optimierungsbestrebungen der Unternehmen Früchte tragen. Letztlich ist die These, dass der Sarbanes-Oxley Act auch die Prüfungsgrundlage aufgrund der umfassenden Dokumentationen, die in seinem Namen von Unternehmensseite erstellt und gepflegt werden, durchaus positiv beeinflusst, was eine Argument für sinkende Prüfungskosten sein könnte.
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