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Business-Software im KMU-Bereich

Auch wenn sich die Hersteller gegenseitig fressen oder miteinander verschmelzen, tummeln sich im Schweizer KMU-Markt für Geschäftssoftware noch immer über 200 Anbieter.

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Autor: 

Armin Fetz / Business-Software im KMU-Bereich

Datum: 

14.08.2006 07:30:28






Service-orientierte Architekturen

Solche punktgenauen Spezialisierungen erübrigen zwar die Anpassung beim Anwender nicht, erleichtern sie aber erheblich. Gerade das anwenderspezifische Einrichten von Business-Software verschlingt viel Geld, und dies dauerhaft, da die Anforderungen einem ständigen Wandel unterworfen sind. Betriebe können und wollen jedoch nicht mehr so viel für die Pflege ihrer Anwendungen ausgeben - ohnehin belasten die jährlich fälligen Wartungsgebühren die IT-Budgets.

Besser anpassbar als viele der bisher am Markt verfügbaren Produkte sollten ERP-Systeme sein, die dem Konzept der Service-oriented Architecture (SOA) folgen. Damit sind Softwareumgebungen gemeint, deren Programmmodule sich aus kleinen, abgeschlossenen Softwareeinheiten zusammensetzen. Diese Bausteine sind flexibel, da sie sich einfacher miteinander kombinieren lassen, in unterschiedlichen Funktionszusammenhängen genutzt werden können und leichter anpassbar sind als umfängliche Programmstrukturen. Die Softwareelemente sind untereinander über standardisierte Web-Services-Schnittstellen verbunden. Über diese Interfaces läuft die Kommunikation zwischen den Anwendungsbausteinen, die in eine Art Dienstleistungsverhältnis treten: Dabei fordert ein Programmmodul von einem anderen eine Leistung an, sei es das Berechnen eines Liefertermins oder das Verbuchen einer Rechnung. Die aufgerufene Komponente liefert ein Ergebnis.
Hersteller wie etwas SAP wandeln daher ihre bestehenden, meist noch aus der Client-Server-Ära stammenden Lösungen in Service-oriented Architekturen um. Dies geht allerdings nicht von heute auf morgen, sondern kann die Entwicklungsabteilungen mehrere Jahre lang beschäftigen. Manche Hersteller verabschieden sich gleichzeitig von ihren proprietären Ablaufumgebungen und schwenken um auf eine modernere Plattform, da sie nur so das SOA-Konzept umsetzen können. Die Branche teilt sich dabei in zwei Lager: Die einen migrieren auf Microsofts Dotnet-Plattform, die anderen auf die Java 2 Enterprise Edition (J2EE).

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