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Details:
Autor: |
Armin Fetz / Business-Software im KMU-Bereich |
Datum: |
14.08.2006 07:30:28 |
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Gegenseitig Marktanteile abjagen
Entsprechend hart umkämpft ist denn auch dieser Markt. Zwar gibt es derzeit kein offizielles Zahlenmaterial, aber Marc Ziegler, Geschäftsleitungsmitglied von Sage Schweiz, meint, dass sein Unternehmen mit 62.000 Anwendern und 89.000 registrierten Modulen im schweizerischen KMU-ERP-Markt derzeit bei einem Marktanteil von 23 bis 25 Prozent halte und damit hierzulande die Nummer eins sei. In einer Marktstudie der Fachhochschule beider Basel (FHBB) von anfangs 2004 führte Abacus mit einem Anteil von 15,76 Prozent die Rangliste an, Sage Schweiz hielt damals einen Anteil von 4,75 Prozent. Zusammen mit der mittlerweile von Sage aufgekauften Simultan ergibt sich ein Marktanteil von neun Prozent. Wie ist diese Differenz zu erklären? Darauf angesprochen, antwortet Ziegler, dass in der Studie der FHBB nur die Produkte Sesam und Simultan aufgeführt wurden, weitere Produkte des Unternehmens jedoch überhaupt nicht gewertet wurden. Zudem habe das Unternehmen in der Zwischenzeit eine Reihe von Akquisitionen getätigt, die in der Studie der FHBB ebenfalls nicht berücksichtigt waren. Auch sei die Definition des Marktanteils immer sehr von der Definition des Marktes abhängig. Sage Schweiz definiert ihren Zielmarkt als Markt aller Schweizer KMU mit einem bis 250 Mitarbeitern. Ziegler: „In diesem durch uns bearbeiteten Markt stimmen die Angaben unseres Marktanteiles.“
Es ist anzunehmen, dass auch die Branchenriesen SAP (Marktanteil vor zwei Jahren 5,76 Prozent) und Microsoft (2,54 Prozent für Navision und 2,20 Prozent für Axapta) Marktanteile dazu gewonnen haben. Wie auch immer die realen Zahlen aussehen mögen: Faktum ist, dass der KMU-Markt aufgeheizt ist und sich die Grossen wie Abacus, Sage, SAP und Microsoft einen harten Kampf um die Rosinen im Kuchen liefern, der vor allem auf dem Rücken der kleineren Anbieter ausgetragen wird.
Immerhin tun sich die Branchengiganten schwer, den KMU-Markt sozusagen aufzurollen, da in diesem Segment andere Spielregeln herrschen als im Grossunternehmensbereich. Denn Firmen mittlerer Grösse erwarten sich von ihren Lieferanten respektive deren Partner einerseits angepasste Lösungen, andererseits können sie sich keine langwierigen Projekte leisten. Das ist auch der Grund, dass neben den Grossen wie SAP, Microsoft, Abacus und Sage unzählige kleine Firmen in Erscheinung treten, die sich auf eng eingegrenzte Industrien oder Funktionen ausrichten.
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